AUDIO.SPACE.MACHINE

Ein mechanistisch-digitales Klanguniversum in 12 Tracks

Musik spielte am Bauhaus eine wichtige Rolle, auch wenn es keinen Kompositionskurs gab, lag doch der Ausbildungsschwerpunkt auf den werkkünstlerischen Disziplinen. Dennoch gingen vom Bauhaus Impulse aus, die in der Folge den Musik- und Soundbereich entscheidend beeinflussen sollten: Immersion, Gleichberechtigung der künstlerischen Disziplinen, fundierte Kenntnis des Materials, sowie die Fokussierung auf ein modernes mechanistisches Weltbild, in dem die Position des Menschen neu zu bestimmen ist.

Diese Impulse werden in AUDIO.SPACE.MACHINE für die Gegenwart neu definiert und in Form eines Konzeptalbums akustisch, inhaltlich und auf die technische Ebene des Sounddesigns übertragen. In zwölf immersiv konzipierten Tracks wird der Hörraum mit Hilfe einer 360º- Matrix soundästhetisch radikal inszeniert. Stimmen, elektroakustische Musik und Geräusche werden simultan und gleichwertig verwendet. Inhaltlich fokussiert das Album den Menschen als modernen adaptiven Apparat. Es umfasst Textzitate von Lazlo Moholy-Nagy, Walter Gropius und weiteren Künstlern des Bauhauses der zwanziger Jahre, aber auch solche von John Cage und zeitgenössischen Autoren wie Martin Burckhardt und Bazon Brock.

DieTracks von AUDIO. SPACE. MACHINE sind jeweils zwei bis fünf Minuten lang und können einzeln angewählt und gehört, in ihrer Gesamtheit gleichzeitig auch als inhaltliche Einheit erfahren werden. Binaurale Inszenierung und Noise-Reduction-Übertragung lassen den hörenden Menschen dabei in ein einzigartiges, mechanistisch-digitales Klanguniversum eintauchen.

Entwickelt von wittmann/zeitblom, entsteht AUDIO.SPACE.MACHINE in Kooperation zwischen der Interactive Media Foundation, dem Deutschlandfunk, NDR und SWR und wird in erweiterter Radiofassung auch in den Hörkunst-Programmen dieser Sender zu hören sein.